20. Juli 2011

Organisierte Nashorn-Diebstähle - Europol warnt vor Diebesbande aus Irland.

 Die Serie von Diebstählen von Rhinoceros-Hörnern und Schädeln, die die Naturkundemuseen Europas erschüttert steht möglicherweise vor der Klärung. Europol warnt vor einem Netzwerk irischer Herkunft, das für organisiertes Verbrechen, unter anderem für den Diebstahl von Nashorn-Hörnern, verantwortlich gemacht wird. Die irische Gruppe ist in den EU-Staaten, den USA, Südamerika, Südafrika, China und Australien aktiv. Besonders gefährdete Ziele dieses organisierten, internationalen Verbrechens sind Museen, Auktionshäuser, private Sammler und Zoos.

 In Deutschland waren bereits das Zoologische Museum Hamburg und das Naturkundemuseum Bamberg betroffen. Ähnliche Diebstähle sind aus Großbritannien, Portugal, Frankreich, Belgien, Italien und Südafrika bekannt geworden. Vielfach handelt es sich bei dem Raubgut um historische Sammlungsbestände, deren Verlust dem wissenschaftlichen und kulturellen Erbe schweren Schaden zufügt.

 Europol empfiehlt dringend auf nationaler Ebene die Öffentlichkeit für die Problematik zu sensibilisieren, potentielle Ziele wie Museen, Galerien, Händler und Zoos zu warnen und rät den Institutionen zu erhöhter Wachsamkeit.

 

Weitere Informationen unter:

https://www.europol.europa.eu/sites/default/files/009-2011_oc-scan_policy_brief_open_version.pdf