Deutsche Naturwissenschaftliche Forschungssammlungen e.V. (DNFS)
Herausforderungen und Aufgaben. application/pdf SymbolPDF (3.1MB)

Neuigkeiten

27. März 2017 ABS: CoC CETAF von DNFS Institutionen anerkannt weiter...
13. April 2016 Experten-Hearing im Ausschuss für Kultur und Medien des Bundestags weiter...
4. Dezember 2015 Stellungnahme der DNFS zu dem Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Kulturgutschutzrechts weiter...
3. November 2014 Tagung „Deutschlands naturkundliche Sammlungen – Erhaltung der Vielfalt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. Der Tagungsband ist nun erschienen. weiter...
17. April 2014 "Die Grundlagenforschung ist in Gefahr": Presseartikel in der FAZ von Prof. Dr. Johanna Eder weiter...
8. Oktober 2013 Auszeichnung "Ort des Fortschritts in NRW" für GBOL weiter...
20. Februar 2013 Tagung Deutschlands naturkundliche Sammlungen - Erhaltung der Vielfalt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe weiter...
4. Dezember 2012 Diebstähle von wertvollen Greifvogelfedern in Naturkundemuseen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgedeckt. weiter...
18. Juli 2012 Tagung am 15. Februar 2013 in Berlin: Deutschlands naturkundliche Sammlungen – Erhaltung der Vielfalt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe weiter...
14. Mai 2012 Chance vertan: Bundestag lehnt Stärkung der Taxonomie ab weiter...
7. Mai 2012 Verbundprojekt Biodiversitäts-Netzwerk des Humboldt-Rings (BiNHum) von DFG genehmigt weiter...
20. Juli 2011 Organisierte Nashorn-Diebstähle - Europol warnt vor Diebesbande aus Irland. weiter...
30. Juni 2011 Auftaktveranstaltung zur "Sommerakademie Wald" der DNFS in Stuttgart am 3. Juli weiter...
8. Juni 2011 Organisiertes verbrechen erschüttert die Naturkundemuseen Europas weiter...
23. Mai 2011 Verfall des Wissenschafts- und Kulturerbes weiter...
13. Mai 2011 Johannes Vogel soll neuer Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin werden - Knut Nevermann mit Verhandlungen beauftragt weiter...
21. März 2011 Presseinformation zu bundesweiten Aktionen der DNFS zum INternationalen Jahr der Wälder weiter...
14. Dezember 2010 Das Jahr 2011 wurde von der UNO zum Internationalen Jahr der Wälder proklamiert. Die Museen der DNFS veranstalten aus diesem Anlass die Sommerakademie Wald. weiter...
12. November 2010 Reinhold Leinfelders Vertrag endet weiter...
29. Juni 2010 Neuer Vorstand der DNFS gewählt weiter...
23. Februar 2010 "Nur was wir kennen, können wir schätzen und schützen" weiter...
11. Januar 2010 UN-Jahr der Biodiversität mit Festakt im Museum für Naturkunde Berlin eröffnet weiter...

Kurzinformation zur DNFS

Das DNFS-Konsortium wurde im Mai 2007 gegründet und hat die Rechtsform eines gemeinnützigen eingetragenen Vereins.

Vorstand (seit 26.04.2016):

Vorsitzender und Sprecher: Prof. Dr. Gerhard Haszprunar, München
1. Stellvertreterin: Prof. Dr. Johanna Eder, Stuttgart
2. Stellvertreter und Schatzmeister: Prof. Dr. Wolfgang Wägele, Bonn
Geschäftsführer: Prof. Dr. Willi Xylander, Görlitz

(Gründungsvorstand von 2007 bis 29.6.2010 waren Prof. Dr. Reinhold Leinfelder, Berlin (Vorsitzender und Sprecher)
Prof. Dr. Gerhard Haszprunar, München (1. Stellvertreter), Prof. Dr. Volker Mosbrugger, Frankfurt am Main (2. Stellvertreter und Schatzmeister:), Prof. Dr. Willi Xylander, Görlitz (Geschäfsführer)

Die Mitglieder der DNFS sind derzeit

  • der Botanische Garten und Botanisches Museum Berlin
  • das Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg (mit dem Zoologischen, Mineralogischen und Geologisch-Paläontologischen Museum)
  • das Herbarium Haussknecht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • das Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung
  • die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit Sitz in Frankfurt/M. und weiteren Museen und Sammlungen u.a. in Dresden, Görlitz, Müncheberg
  • die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (mit Botanischem Garten München, Museum Mensch und Natur München sowie acht weiteren Museen)
  • das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe
  • das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart
  • das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere
  • die Fachgruppe Naturwissenschaftliche Museen im Deutschen Museumsbund (mit ca. 150 weiteren Museen)

Details und Links siehe unter Kategorie Mitglieder.

Die Mitgliedsinstitutionen werden jeweils durch ihre Leiter vertreten, die Fachgruppe des DMB durch seine Sprecherin.

Die Mitgliedsinstitutionen bezeichnen sich als Forschungssammlungen. Darunter verstehen sie das Vorhandensein einer großen, wissenschaftlich zugänglichen naturkundlichen Sammlung sowie zugehöriger Forschungslabore und Sammlungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Damit stellen Forschungssammlungen im Sinne der DNFS große Forschungsinfrastrukturen dar, mit deren Hilfe die eigenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch externe Wissenschaftlerinnen und Wissenchaftler Forschung betreiben. Weiterhin haben Forschungssammlungen Aufgaben als Dienstleister, etwa für Beratung von Behörden, Politik und Gesellschaft. An den vielen mittelgroßen und kleinen Sammlungen kleinerer Naturkundemuseen, aber auch großer Mehrspartenhäuser wird ebenfalls geforscht, jedoch ist dort im Unterschied zu den DNFS-Forschungssammlungen keine komplette Forschungsinfrastruktur vorhanden. Die enge Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund, insbesondere mit der Fachgruppe Naturwissenschaftliche Museen im DMB wird jedoch helfen, auch diese wertvollen Sammlungen noch besser als Forschungsressource aufzuschließen und bekannt zu machen.

Zwar fungierte das Berliner Museum für Naturkunde bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs als defacto-Nationalmuseum, jedoch hat es im Gegensatz zu vielen anderen Industrienationen in Deutschland nie ein einziges zentrales naturkundliches Nationalmuseum gegeben. Fasst man jedoch die Bestände der großen deutschen Forschungssammlungen zusammen, so ergeben sich mit weit über 100 Millionen Sammlungsobjekten eine der weltgrößten Sammlungen, die damit den weltgrößten entsprechenden Sammlungsverbund darstellen. Nimmt man die naturkundlichen Sammlungen der kleineren Häuser sowie der Mehrspartenhäuser dazu, kommen noch viele weitere Millionen Objekte dazu.

Die DNFS verbindet die Vorteile dezentraler naturkundlicher Sammlungen (u.a. dezentrale Bildungsversorgung, Netzwerkbildung mit Universitäten und anderen Wissenschaftseinrichtungen in der Region, Sicherheitsaspekte) mit den Notwendigkeiten und Vorteilen einer nationalen Präsenz und Repräsentanz. Sie fördert die Kooperation und Abstimmung zwischen den Mitgliedsinstitutionen, erarbeitet Synergien, unterstützt die Erarbeitung regionaler Schwerpunkte und Serviceaufgaben. Sie versteht sich als Ansprechpartner und Akteur für nationale und internationale wissenschaftliche, gesellschaftliche und politische Institutionen und relevante Prozesse. Die DNFS wird auch aktiv, wenn Sammlungen auch außerhalb der DNFS gefährdet erscheinen.